Das Kärntner Brillenschaf

In der westlichen Steiermark war die Schafzucht recht unpopulär, setzte man doch vorzugsweise auf die Produktion von Kuhmilch und die Vermarktung von Styria beef.

Als ich vor ca. 10 Jahren die Bewirtschaftung unseres Hofes übernahm und ein landwirtschaftliches Fachwissen von vielleicht 5% hatte, stand für mich fest, dass ich eine Tierrasse bräuchte die ich alleine handhaben könnte. So wuchs mein Interesse für Schafe und sammelte Informationen über deren Robustheit, Krankheitsanfälligkeit, züchterische Bestimmungen, vor allem aber: welche Tiere würden sich auf 1200 m Seehöhe wohl fühlen?

Das Kärntner Brillenschaf war damals eine vom Aussterben bedrohte Tierrasse und so machte der Beginn meiner kleinen Zucht doppelt Sinn.

Der Bestand von ca. 10 Muttertieren pendelte sich im Laufe der Zeit gut ein, der Zuchtbock wird alle 2-3 Jahre lt. Anpaarungsrichtlinien ausgetauscht. Unsere Lämmer werden je nach Nachfrage lebend verkauft, für die Zucht behalten oder für den Eigenbedarf geschlachtet.

Intensive Landwirtschaft ist für mich persönlich ein völliges Gräuel, geht es dabei doch meist auf Kosten von Grund und Boden oder der Tiere (Gesundheit, Fruchtbarkeit).

Ich bin und bleib auf diesem Gebiet sicherlich ein Träumer, aber mit einem guten Gewissen meinen Nachkommen gegenüber!!

Weitere Informationen zum Kärntner Brillenschaf: www.brillenschaf.at